03. Oktober 2008, 07:32 Uhr
Jochen Stoephasius
Das heutige Spiel der Zebras in Freiburg könnte richtungsweisend werden: Bei einem Sieg würden sich die Zebras wieder voll im Aufstiegsrennen befinden. Schade nur, dass der SC Freiburg ein klassischer Angstgegner für uns ist. Auswärts haben wir da zuletzt 1993 gewonnen. Torschütze zum 0:1 war damals übrigens ein gewisser Peter Közle. In der momentan unschönen Duisburger Gegenwart darf man doch mal vom alten MSV schwärmen, von Spielern wie Torsten Wohlert, Joachim Hopp oder Uwe Weidemann. Früher war eben alles besser!
Rudi Bommer wird seine Mannen heute wieder im beliebten 4-5-1 auflaufen lassen, so dass - ähnlich wie in Nürnberg - mit keinem nennenswerten Duisburger Offensivspiel zu rechnen ist. Immerhin hat Bommer Serge Branco auf die Ersatzbank verfrachtet und gibt unserem Franzosen mit dem unausprechlichen Namen eine Chance von Beginn an. Auch Sandro Wagner darf mal wieder sein Glück versuchen; ich tippe auf mindestens eine vergebene Großchance des Ex-Bayer.
Die unschöne Bilanz des MSV Duisburg gegen den SC Freiburg sollte heute unbedingt verbessert werden: Bisher konnte Duisburg neunmal gewinnen, achtmal gab es ein Unentschieden und elfmal setzten sich die Freiburger durch (32:43 Tore). Die meisten Niederlagen musste Duisburg übrigens in Liga 1 kassieren. Das lässt doch hoffen! Daher tippe ich nach Rücksprache mit dem strafstoss.net-Orakel auf einen knappen 1:0-Auswärtssieg. Ich bin übrigens live vor Ort und freue mich schon auf richtig viel Regen… :-(
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01. Oktober 2008, 10:49 Uhr
Jochen Stoephasius
Duisburg gewinnt in Nürnberg und erreicht durch das 1:0 den ersten Auswärtssieg der Saison: ein Spiel, so interessant und unterhaltsam wie ein leeres Buch - zwei Mannschaften, so stark und gefährlich wie ein halbverhungertes Kaninchen!
Duisburgs Sieg ist zwar letztlich verdient, aber auch nur deshalb, weil der MSV das bessere von zwei sehr schlechten Teams gewesen ist. In der Defensive stand man sicher und von den ca. drei Torschüssen hat Cedrick Makiadi immerhin einen verwandelt. Ob der Treffer unseres neuen Torjägers und Bommer-Fans abseits war oder nicht, werden wir wahrscheinlich niemals sicher wissen. Der 1.FC Nürnberg hat dagegen eine unterirdische Leistung geboten. Der Höhepunkt des Schlechten war sicher der missglückte Einwurf von Horacio Javier Pinola - ein Fall für die Sendung “Peinlichkeiten eines Fußballprofis”. So geht es ganz schnell in die 3. Liga, Ihr armen Schalke-Freunde!
Aber ein Team wie Nürnberg könnte man an so einem Tag auch deutlich höher schlagen. Rudi Bommer hätte Mut bewiesen, wenn er eine zweite Spitze neben dem unglücklichen Dorge Kouemaha gebracht hätte, um vorne etwas mehr Durchschlagskraft zu ermöglichen. Am Ende kann schließlich das Torverhältnis entscheidend sein. Wir erinnern uns an den letzten Aufstieg, bei dem der MSV sich nur wegen der besseren Tordifferenz gegen den SC Freiburg durchgesetzt hatte.
Falls der MSV am Freitag beim SC Freiburg und zwei Wochen später gegen Ingolstadt gewinnt, muss ich meine Kritik an Rudi Bommer erst einmal zurückfahren: Drei Siege in vier Spielen hatte ich gefordert. Dieses Minimalziel wäre dann erreicht und Bommer hätte damit den Erfolg, der ihm das Recht gibt, weiterhin konzeptlosen Anti-Fußball spielen zu lassen. Ich fürchte, dass wir uns noch lange mit ihm abgeben müssen.
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28. September 2008, 11:01 Uhr
Jochen Stoephasius
Mit der Entfernung der Verlinkung zum MSV-Portal, einem von Fans organisierten Internet-Forum, hat der MSV Duisburg ein Zeichen gegen “unsachliche Diskussionen und ausufernde Beleidigungen im Portal” gesetzt. Vor allem in den letzten Wochen soll es zu niveaulosen Beschimpfungen einzelner Vereinsfunktionäre gekommen sein. Damit hat der Streit zwischen Fans und Verein einen neuen Höhepunkt erreicht.
Da ich selber das MSV-Portal wegen des für Internetforen typischen (!) rauen Umgangstons meide und hier auf dieser Seite ohnehin meine eigene Diskussionsplattform betreibe, habe ich mir einmal die Beiträge der letzten Tage durchgelesen. “Weichei” war dabei der schlimmste Ausdruck, den ich bei meiner flüchtigen Suche entdeckt habe. Vielleicht haben die Moderatoren mittlerweile schlimmere Beiträge gelöscht - ich weiß es nicht. Stattdessen gibt es dutzende Posts mit der Forderung nach dem Rauswurf / Rücktritt der Herren Hellmich, Hübner und Bommer. Viele dieser Beiträge sind allerdings sachlich und niveauvoll genug, um ihre Berechtigung zu unterstreichen.
Der Verdacht liegt nahe, dass sich der Verein nicht von der Plattform MSV-Portal, sondern von seinen Fans selbst distanzieren möchte. Die Ankündigung, man wolle bald ein eigenes, offizielles Fanforum installieren, hat bereits jetzt den bitteren Beigeschmack von Zensur. Wahrscheinlich kauft man sich vorher noch schnell ein Moderatoren-Team aus China ein, sowie ein paar Hilfskräfte, die immer wieder ihre Sympathie für Verein und Präsident bekunden sollen.
Widerspruch wird beim MSV nicht geduldet. Jürgen Kohler kann davon ein Liedchen singen. Wir, die wir früher einmal voller Herzblut ins Stadion gepilgert sind und unsere Mannschaft angefeuert haben, sind zum Feindbild für die Vereinsführung geworden. Umgekehrt gibt es nur noch wenige Idealisten, die eine Zukunft mit Hellmich und Bommer sehen. Größer noch scheint mir die Fraktion der Resignierten zu sein, die glauben, es gäbe keine besseren Trainer auf dem Markt und ein möglicher Nachfolger könnte doch noch viel schlimmer sein als Rudi Bommer. Wer sich derart mit dem Schicksal abfindet, hat irgendetwas nicht verstanden im Leben!
Das Spiel der Duisburger Vereinsführung ist gefährlich, denn es ist nur noch eine Frage von Monaten, bis die Mannschaft wieder vor einer Minimalkulisse spielen muss. 5000 Zuschauer gegen Freiburg - das wird bald passieren. Ich kann nur für mich selber sprechen, aber die letzte Saison war das Schlimmste, was ich in Duisburg je erlebt habe. Und diese Stimmung setzt sich nahtlos fort in Liga zwei. Ich kann mich ja nicht einmal mehr über Duisburger Siege freuen, weil ich immer an die Begegnungen danach denken muss, in der sich die Mannschaft mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wieder bis auf die Knochen blamieren wird.
Noch gehe ich zu den Spielen meiner Zebras, aber es wird nicht mehr lange dauern, bis auch ich die Nase endgültig voll habe. Deswegen bin ich noch lange kein Erfolgsfan. Die aktuelle Vereinsführung inklusive sportlicher Leitung hat mir einfach nur den Spaß an meinem größten Hobby genommen. Jetzt wollen wir plötzlich doch erst in zwei Jahren wieder aufsteigen!? Diese Konzeptlosigkeit ist einfach unbegreiflich. Warum gehen Hellmich, Hübner und Bommer nicht nach Oberhausen? Dort könnten sie weiter ihr Unwesen treiben, ohne dass jemand aufmucken würde. Oberhausen hat nämlich bereits heute keine Fans…
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26. September 2008, 10:09 Uhr
Jochen Stoephasius
Michael Ballack will seine Karriere im deutschen Nationalteam bis zum Jahr 2012 fortsetzen, sofern seine körperliche Fitness dies zulässt. Da er ohnehin mehr durch seine Präsenz als durch Laufbereitschaft glänzt, sollte das aber kein großes Problem werden. Wünschen wir ihm trotzdem alles Gute, immerhin sind in den vier Jahren noch zwei Vize-Titel zu vergeben!
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24. September 2008, 09:08 Uhr
Jochen Stoephasius
…fliegt der MSV in der zweiten DFB-Pokalrunde raus. Gestern war es dann mal wieder so weit. Man fragt sich, wozu die Pleiten-Zebras in diesem Wettbewerb überhaupt noch antreten. Ausgerechnet Cedrick Makiadi, im letzten Spiel noch Hattrick-Held, vergab im Elfmeterschießen seinen Strafstoß.
Da ich im Vorfeld klug genug gewesen bin und darauf verzichtet habe, mir die drohende Blamage bei 1860 München anzuschauen, bitte ich in den Kommentaren um detaillierte Informationen und Eindrücke zu dieser Partie. Tina war ja offensichtlich nicht so begeistert vom Auftritt der Bommer-Loser und Thorsten schafft es sogar, mich im Sarkasmus zu übertreffen.
Den Vogel abgeschossen haben aber vermutlich die verblendeten Propagandisten von der MSV-Homepage, die von einem “wesentlich verbesserten” Auftritt des MSV berichten. Ehrlich gesagt kann ich mir das nicht so wirklich vorstellen…
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23. September 2008, 18:22 Uhr
Jochen Stoephasius
So kann man die Worte von DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch interpretieren, der bei weiteren Fan-Anfeindungen gegen den Macher von 1899 Hoffenheim hart durchgreifen will: „Wir werden da jetzt genauso aktiv wie bei Fällen rassistischer Beleidigungen in der Kurve - genauso wie beim Werfen von Gegenständen im Stadion, beim unerlaubten Einsatz von Bengalos”, droht Koch in der BILD. Am Wochenende hatten Fans des BVB Dietmar Hopp auf Transparenten und verbal beleidigt.
Der geneigte Fußball-Beobachter fragt sich, warum nur Herr Hopp in den Genuss eines solchen Sonderschutzes kommt. Was war eigentlich früher mit Oliver Kahn? Jahrelang stimmte das gegnerische Publikum affenähnliche Geräusche an und bewarf den Bayern-Keeper mit Bananen. Hat das irgendeinen Menschen mehr als einmal aufgeregt? Selbst Kahn ignorierte dieses primitive Verhalten irgendwann und bewies damit sein Mindestmaß an Intelligenz.
Jede Woche werden Schiedsrichter beleidigt. Welcher Schiri musste sich noch nicht einen “Du Hoyzer!”-Sprechchor gefallen lassen? Herr Hoyzer ist ein verurteilter Betrüger und mit so einem Subjekt möchte wohl kaum einer verglichen werden. Doch kein Funktionär regt sich drüber auf…
Was ist bitte bei Dietmar Hopp anders? Stehen Milliardäre neuerdings unter besonderem Artenschutz? Noch haben sich die Linken nicht durchgesetzt, als dass das notwendig sein könnte. Bitte, lieber DFB: Bleib auf dem Teppich! Wer derart im öffentlichen Interesse steht, muss damit umgehen können. Niemand hat Herrn Hopp dazu gezwungen, einen Dorfverein in die Bundesliga zu bezahlen. Und mit den Drohungen eines Herrn Koch macht Ihr alles ohnehin noch viel schlimmer. Das weiß doch jedes Kind!
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20. September 2008, 09:27 Uhr
Jochen Stoephasius
Meine Orakelsprüche haben sich nicht bewahrheitet: Gegen Alemannia Aachen gab es keine Packung und Rudi Bommer wird heute nicht seinen Rücktritt bekannt geben. Dafür kann er sich bei Mr. Hattrick Cedrick Makiadi bedanken, der dreimal auf wunderschöne Weise traf. Die 3:0-Führung nach der ersten Halbzeit reichte als Grundlage für den zweiten Saisonsieg. Dass Aachen am Ende trotz Unterzahl noch auf 2:3 verkürzen konnte, lag an der Unkonzentriertheit in der Duisburger Defensive. Zum Glück war der Schiedsrichter nett genug, um nach diesem Treffer nicht noch einmal anzupfeifen. So wie ich meinen MSV Duisburg kenne, hätte das noch mal eng werden können.
Nach dem Platzverweis für Aachens Lukasz Szukala versuchten die Zebras zwar, die Führung auszubauen, doch das Konterspiel funktionierte überhaupt nicht. Und wenn man dann die Abwehrarbeit vergisst, fängt man sich schnell mal ein Gegentor - auch gegen personell dezimierte Mannschaften. Das erste Tor kann nach einer Ecke passieren, aber ein zweites Mal darf das einfach nicht sein!
Der Sieg ist insgesamt verdient: Makiadi spielte nicht besser als der Rest, war aber dreimal zur Stelle und machte richtig tolle Buden. Ersatztorwart Marcel Herzog zeigte mit zwei, drei Glanzparaden, dass der Ausfall von Stammtorwart Tom Starke kein Verlust sein muss. Ansonsten war es die gewohnt behäbige Spielweise gegen eine Gästeelf, die nur in den ersten Minuten so etwas wie Zweitligaklasse beweisen konnte.
Und Bommer? Er wurde von seinen “Freunden” das ganze Spiel über ausgepfiffen - auch nach dem Schlusspfiff. Rein menschlich tut Rudi mir natürlich leid. Wenn unser Präsident Walter Hellmich schimpft, man könne so nicht mit Menschen umgehen, stimme ich ihm selbstverständlich zu. Aber die Kritik am Trainer, die sich fußballtypisch in “Bommer raus”-Sprechchören artikuliert, ist doch nicht persönlich gemeint. Viele, viele MSV-Fans (mich eingeschlossen) halten Rudi Bommer nach wie vor für unqualifiziert, um unsere Mannschaft zu leiten. Die Gründe habe ich in meinen letzten Artikeln ausführlich dargelegt. Der Sieg gegen Aachen allein ändert meine Meinung nicht, denn zu oft bin ich einfach schon enttäuscht worden. Zu oft in der Ära Bommer gab es nach tollen Siegen grottenschlechte und peinliche Auftritte inklusive Niederlage. Sollten die Zebras allerdings nun eine grandiose Punktejagd starten und die nächsten drei, vier Spiele gewinnen, will ich die Sache gerne überdenken! Der Erfolg gibt demjenigen Recht, der ihn hat - so fair sollten wir “Bommer-Freunde” alle sein!
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19. September 2008, 08:55 Uhr
Jochen Stoephasius
Frustrierte MSV-Fans haben im Internet eine Petition organisiert, in der man durch seine digitale Unterzeichnung für die Entlassung von Duisburgs Trainer Rudi Bommer stimmen kann. Den Sinn dieser Aktion lasse ich genau wie Tina unkommentiert und vertraue lieber auf das gute, alte Orakel von strafstoss.net, das da folgendes verkündet: Heute ist der letzte Auftritt von Rudi Sorglos! Nach einer völlig desolaten Leistung und einer 1:5 Heimniederlage, verkündet ein sichtlich emotionsloser MSV-Sportdirektor Bruno Hübner nach dem Spiel, dass der MSV weiterhin mit Herrn Bommer als Trainer plane. Unser allmächtiger Präsident Walter Hellmich wird daraufhin ebenso demonstrativ handeln und den Vertrag mit Bommer um weitere zehn Jahre verlängern. Auf einer spontan einberufenen Pressekonferenz am Samstagnachmittag verkündet Rudi Bommer dann überraschend seinen Rücktritt aus persönlichen Gründen.
Um den Boden der Spekulationen wieder zu verlassen und um den Ruf von strafstoss.net als seriösen Fußball-Weblog nicht zu gefährden, noch einige Details für die Statistik-Fans: Gegen die Alemannia aus Aachen konnte der MSV Duisburg in 27 Pflichtspielen bisher neunmal gewinnen. Sechs Partien endeten unentschieden und zwölfmal musste man den Kürzeren ziehen. Von einem Angstgegner zu sprechen, wäre allerdings etwas übertrieben. Das Torverhältnis ist mit 44:44 Toren überraschenderweise ausgeglichen. Wer jetzt mitgedacht hat, stellt fest, dass der MSV dann wohl immer deutlich höher gewonnen als verloren hat. Aber das ist eigentlich Wurscht!
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16. September 2008, 18:18 Uhr
Jochen Stoephasius
Bewusst habe ich auf einen Vorschau-Bericht zum Spiel unserer Zebras beim TSV 1860 München verzichtet. Was hätte ich auch schreiben sollen? Das, was ohnehin jeder erwartet hat? Dass sich der MSV Duisburg in gewohnt schwacher Weise beim Tabellenletzten präsentieren wird und schlechtestenfalls ohne Punkte wieder nach Hause fahren muss? Genau das ist passiert. Ohne jeglichen Siegeswillen ist die Mannschaft in das Spiel gegangen - wie schon so oft. Eine verdiente Niederlage bei einer absolut grottenschlechten Mannschaft. So unterlegen habe ich schon lange keinen Gegner mehr gesehen. Und in einer Woche wird das wieder so aussehen, wenn wir im DFB-Pokal gegen die Löwen rausfliegen…
Es spielt wirklich keine Rolle, welche Duisburger Elf auf dem Platz steht - es ist seit Jahren immer derselbe Mist! Man muss sich nur die Gesichter der Spieler anschauen. Da laufen ein paar Typen auf, die irgendwie mal so nebenbei ihren Job erledigen müssen. Motivation sieht anders aus, von Können ganz zu schweigen. Dass dem durchschnittlichen Fußballprofi jegliches Ehrgefühl fehlt, dürfte uns allen klar sein, aber ein Tritt in den Hintern vom Trainer wirkt auch in der heutigen, kommerzialisierten Zeit Wunder. Aber die fehlende Lust erklärt nicht die eklatant schwache spielerische Leistung. Daran zu arbeiten ist ebenfalls Trainersache, aber das weiß unser Rudi ja. Er wollte die länderspielbedingte Pause zum verstärkten Offensiv-Training nutzen. Hat ja toll geklappt. Super, Rudi!
Seit Herr Bommer den Cheftrainerposten beim MSV blockiert, ist das Team nicht zu einer vernünftig konstanten und einigermaßen anspruchsvollen Leistung fähig. Die Tatsache, dass Bommer in seiner Amtszeit schon mehr als zwei Dutzend Spieler verschlissen hat, spricht dafür, dass er wohl einen großen Teil der Schuld an dieser desolaten Bilanz trägt. Entweder hat er ein Talent für untalentierte Neuzugänge, oder aber er kann es einfach nicht. Da wahrscheinlich beides zutrifft, empfehle ich ihm unbedingt einen Berufswechsel. Um es - erstmals in diesem Blog - direkt und offen auszusprechen: Ich fordere den sofortigen Rücktritt von MSV-Trainer Rudi Bommer! Sofort, damit die Saison noch zu retten ist, denn mit diesem Mann steht der MSV vor einer ganz grauen Zukunft!
Aus Gründen der Vollständigkeit distanziert sich strafstoss.net übrigens von jeglichem Umgang mit dem neuen Auswärtstrikot in “deep purple”. Da können wir uns ja gleich ein Geißbock-Logo auf die Brust klatschen…
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12. September 2008, 13:54 Uhr
Jochen Stoephasius
Das heutige Bundesligaspiel zwischen Eintracht Frankfurt und dem Karlsruher SC muss wegen Unbespielbarkeit des Rasens ausfallen. Schuld daran ist nicht etwa ein heftiges Unwetter, sondern das Konzert von Pop-Diva Madonna. Am Dienstag hatten zehntausende Konzertbesucher den heiligen Rasen der Commerzbank-Arena in einen Kartoffelacker verwandelt.
Überrascht bin ich nur wegen der Tatsache, dass das Stadionmanagement dieses Problem nicht vorhergesehen hat. Wie soll sich ein Rasen nach einem Konzert binnen drei Tagen erholen!? Oder ist man dieses Risiko bewusst eingegangen? Ein verschobenes Bundesligaspiel kostet schließlich weniger Geld, als die verpassten Mieteinnahmen einer nicht stattgefundenen Großveranstaltung.
Leiden müssen unter dieser blödsinnigen Behinderung mal wieder die Fans, die sich nun vom Termin des Nachholspiels überraschen lassen müssen. Langfristig planen lässt sich der Besuch eines Fußballspiels aber ohnehin nicht mehr - der TV-Vermarktung sei Dank.
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