Wie geht es mit strafstoss.net weiter?

Date 27. Juni 2009, 06:48 Uhr Autor Jochen Stoephasius

Die Kommentare der letzten Wochen und Monate nehme ich einmal zum Anlass, um Stellung zu nehmen zur Frage, was hier noch passiert - und vor allem, ob hier noch etwas passiert. Ich gebe zu, dass ich im Verlauf der letzten Saison ein wenig das Interesse am Fußball und am Bloggen verloren habe. Das ist auf jeden Fall die ehrlichere Antwort, als wenn ich die Nichtaktivität auf mein Zeitproblem schieben würde.

Die Zukunft von strafstoss.net sieht momentan etwas düster aus: Ich habe mir für 2009/10 keine Dauerkarte mehr geholt. Die neuen Anstoßzeiten sind einfach so unerträglich, dass ich mich in meiner Freizeit nicht mehr zum Sklaven der Bundesliga machen will und kann. Hin und wieder ein Stadionbesuch - mehr nicht! Dass ich damit dem MSV schade, ist mir bewusst, aber der MSV hat mich auch schon locker zwei bis drei Lebensjahre gekostet… ;-)

Worüber soll man in einem Fußballblog schreiben, wenn man die Spiele nur noch als Wiederholung bzw. Zusammenfassung sieht? Davon abgesehen hat mich auch die immer gleiche “1:0-Berichterstattung” gelangweilt. Darum sollte sich lieber die Sportpresse kümmern.

Vielleicht entwickle ich zur kommenden Saison ein neues Konzept für diese Seite. So lange will ich die Beatmungsgeräte von strafstoss.net noch eingeschaltet lassen. Wenn mir bis zur neuen Saison aber nichts geniales mehr einfällt, wird der Blog leider endgültig geschlossen werden.


Es geht aufwärts, ganz langsam!

Date 15. Februar 2009, 20:28 Uhr Autor Jochen Stoephasius

Der letzte Beitrag auf strafstoss.net liegt lange zurück. Meine lange Schreibpause hatte verschiedene Gründe. Vor allem mein Umzug und die finale Phase meines Studiums haben mich so sehr eingespannt, dass ich keine Zeit mehr für diesen Blog übrig hatte. Nun habe ich die letzte Prüfung erfolgreich hinter mich gebracht. Auch meine neue Wohnung sieht endlich heimisch aus. Ab sofort kann es hier also weiter gehen.

Ich hatte mir gewünscht, in der Rückrunde wieder positiver über den MSV Duisburg schreiben zu können. Die sportliche Bilanz unter Trainer Peter Neururer sieht tatsächlich ganz gut aus. Doch die Spielweise erinnert mich auch heute noch an durchschnittliche Rudi-Bommer-Auftritte. Die Abwehr ist meiner Meinung nach sogar schlechter geworden. Die Abseitsfalle ist eine einzige Katastrophe. Wenigstens im Sturm klappt es einigermaßen, wenn man denn überhaupt Chancen bekommt.

Die letzten Partien gegen Wehen Wiesbaden und heute beim FC Augsburg haben uns vier sehr glückliche Punkte gebracht, was wir nur der jeweils fahrlässigen Trefferausbeute der Gegner verdanken konnten. Unser Team ist nur Zweitliga-Mittelmaß. Damit sollten wir uns abfinden. Auch ein Peter Neururer wird keine Wunder bewirken können. Momentan kann es nur darum gehen, erfolgreich zu sein - egal, wie man spielt. Insofern sind die letzten Spiele wenigstens Schritte in die richtige Richtung.


Es gibt viel zu tun

Date 12. Dezember 2008, 21:54 Uhr Autor Jochen Stoephasius

Duisburgs Auswärtsspiele bei vermeintlich schwachen Mannschaften endeten während der Ära Rudi Bommer meistens mit einem blamablen 1:1-Unentschieden. So gesehen musste man nach dem grausamen 1:1 beim Vfl Osnabrück heute glauben, dass sich “Rudi Sorglos” mit einer schwarze Perrücke und einem Bart maskiert wieder zurück auf die Trainerbank geschlichen hat. Oder vielleicht war er ja auch nie weg. Denn nach dem vierten Spiel unter Peter Neururer (oder Rudi Bommer in Peter-Neururer-Verkleidung) hat sich gezeigt, dass die Leistung der Zebras in keiner Weise besser geworden ist.

Der Auftritt heute war genau so lustlos wie sonst auch. Eine einzige wirklich gelungene Aktion konnte der MSV zustande bringen und nutzte diese zum Führungstreffer. Ansonsten war das wieder einmal Fußball vom untersten Niveau. Allein Torwart Tom Starke konnte weitgehend überzeugen und rettete mit etlichen Glanzparaden den Punkt. Unverdient, muss man zugeben!

Mit Kritik will ich mich trotzdem zurückhalten, denn nach vier Spielen kann sich noch nicht so viel ändern. Jetzt kommt erst einmal die Winterpause. Doch die muss der MSV nutzen. Jetzt gilt es, die Grundlage für einen Neuanfang in der Rückrunde zu schaffen. Ob neue Spieler nötig sind oder nicht - ganz zu erst einmal muss sich etwas an der Einstellung der Spieler ändern. Das, was ansatzweise gegen Oberhausen zu sehen war, fehlte in den letzten beiden Begegnungen schon wieder vollkommen. Daran muss unbedingt gearbeitet werden!

Aber mir liegt auch etwas anderes auf dem Herzen: Ich möchte ausdrücklich Walter Hellmich zustimmen, der in der Halbzeitpause das Verhalten gewisser Duisburger “Fans” verurteilt hat. Ganz ehrlich: Wir, die wir mehr oder weniger regelmäßig zu Auswärtsspielen fahren, kennen doch diese Kerle. Es sind immer dieselben Typen, die Ärger machen, Rauchbomben zünden und die Polizei provozieren. Warum kann man diese Leute nicht endlich aus dem Fanblock entfernen!? Wir wollen kein Dynamo Dresden im Ruhrgebiet werden! Da verzichte ich doch nur zu gerne auf die “gute Stimmung” mit Bengalo-Atmosphäre!!!


Derbysieg!

Date 30. November 2008, 18:10 Uhr Autor Jochen Stoephasius

Der MSV Duisburg ist zurück und gewinnt das wichtige Derby bei Rot-Weiß Oberhausen. Was gibt es schöneres, als sich ausgerechnet gegen unseren Erzrivalen aus der Krise zu schießen? Und dann so relativ deutlich? Die blau-weiß gestreifte Fußballwelt ist wieder in Ordnung!

Es war keine Glanzleistung unserer Zebras, aber für die Flaschen von RWO hat es dicke gereicht. Die Leistung der Kleeblätter hat mich ja schon fast an unsere schlimmsten Bommerauftritte erinnert. Schön, dass wir mit dem 3:0 entsprechend deutlich gewonnen haben! Da friert man als Fans dann auch mal gerne 90 Minuten lang.

Die Entscheidung von Peter Neururer, mit drei Spitzen zu beginnen, fande ich übrigens absolut richtig und zukunftsweisend für die nächsten Spiele. Vor allem Torjäger Cedrick Makiadi hat mir auf der rechten Seite ziemlich gut gefallen. Vielleicht war er manchmal eine Spur zu eigensinnig, aber wenigstens zeigte er sich immer anspielbereit und lauffreudig und brachte die überforderte RWO-Verteidigung oft genug in arge Bedrängnis.

Tinas Begeisterung für Maicon kann ich allerdings nicht so ganz nachvollziehen, denn ich fand, dass er viel zu langsam war. Da müssen wohl noch einige Kilos abgespeckt werden… Auch Ivo Grlic sollte mal häufiger einen Zahn zulegen, aber wenigstens fand er wieder in seine Mittelfeldregisseur-Rolle zurück.

Nur gut, dass der Schiri das Spiel nicht noch abgebrochen hat. Das Derbyfieber ist einigen MSV-Fans in der Kurve offensichtlich zu sehr zu Kopf gestiegen…


Eishockey: EV Duisburg feuert komplette Mannschaft

Date 28. November 2008, 11:26 Uhr Autor Jochen Stoephasius

Eishockey ist nicht wirklich meine Lieblingssportart, was aber vor allem an dem mangelhaften Können deutscher Mannschaften im Vergleich zu den Stars aus der NHL liegt. Aber dennoch haben Eishockey und Fußball einiges gemeinsam - in Duisburg zumindest: Dem Fußballclub MSV droht der Abstieg in die 3. Liga und der Eishockeyclub EVD belegt seit Jahren konstant den letzten Platz in der DEL. Beide Vereine werden außerdem von einem so genannten “Mäzen” beherrscht. Beim MSV ist Baulöwe Walter Hellmich die einzige Stimme der Demokratie, der EVD wird von einem gewissen Ralf Pape aus der Logistikbranche gelenkt.

Unserem Zebra-Hellmich hat Pape allerdings eines voraus: den Mut zum kompletten Neuanfang. Mit Ausnahme der Torhüter werden sämtliche Spieler des Eishockey-Dauer-Versagers zum Saisonende entlassen. Pape wirft ihnen “mangelnde Einstellung und Charakterlosigkeit” (NRZ, 28.11.2008) vor. Das nenne ich mal Konsequenz! Wenn ich mir Sonntag mal wieder die Spieler des MSV antue, Leute wie “Fehlpass-Tararache”, “Lieber-eine-spektakulär-vergebene-Torchance-als-ein-langweiliges-Tor-Wagner” oder “Ich-weiß-nicht-wo-ich-hin-soll-Branco”, dann würde ich mir schon fast eine ähnliche Reaktion wünschen.

Dann jedoch fällt mir wieder ein, dass wir seit Jahren pünktlich zur jeweils neuen Saison ein halbes Team tauschen und anschließend alles nur schlimmer wird. Wer einmal schlechte Spieler kauft, tut dies leider immer wieder. Deswegen ändert sich beim MSV nichts. Und auch der EVD wird sich trotz kernsaniertem Kader auf dem letzten Platz wiederfinden. So wie jedes Jahr.


Neururer-Debüt ohne mich

Date 21. November 2008, 12:25 Uhr Autor Jochen Stoephasius

Wegen akuter, studienbedingter Zeitnot kann ich das heutige Spiel meiner Zebras gegen den FSV Frankfurt und den Einstand unseres neuen MSV-Trainers Peter Neururer leider nicht live verfolgen. Wenn ich mir aber den seit Minuten tobenden Sturm über Mülheim anschaue, der im Laufe des Tages an Kraft noch zunehmen und uns den Winter inklusive Schnee und vereister Straßen bringen soll, rechne ich allerdings minütlich mit einer Absage der Begegnung. Falls das Spiel dennoch stattfindet, wünsche ich der MSV-Gemeinde einen schönen, erfolgreichen Auftakt zu einem neuen und besseren Fußball-Zeitalter in Duisburg!


Es ist Neururer

Date 17. November 2008, 09:12 Uhr Autor Jochen Stoephasius

Von einer Überraschung kann man nach den Medienberichten der letzten Tage nicht sprechen: Peter Neururer, der Feuerwehrmann der Bundesliga, ist ab sofort damit beauftragt, den lichterloh brennenden MSV Duisburg zu löschen. Nach der 3:4-Niederlage in Fürth, von der ich aus akuter Zeitnot bis heute noch nicht mal die Zusammenfassung gesehen habe, wartet viel Arbeit auf den Mann aus dem Ruhrpott.

Ob Neururer der richtige Mann für den MSV ist, werden die nächsten Wochen und Monate zeigen. Der Falsche, so wie Klaus Augenthaler oder Wolfgang Wolf, ist er sicher nicht. Allerdings hatte ich bis zuletzt immer noch auf Ewald Lienen gehofft, aber das wäre wahrscheinlich nicht realisierbar gewesen. Wünschen wir Peter Neururer und dem MSV viel Erfolg für die restliche Saison. Und um ihm direkt einen Tipp mit auf den Weg zu geben: Höre brav auf Hellmich, wenn Dir Dein Job wichtig ist. Höre jedoch auf Deinen Verstand, wenn Du mit den Zebras erfolgreich sein willst!


Kann der MSV auferstehen?

Date 10. November 2008, 22:01 Uhr Autor Jochen Stoephasius

Rudi Bommer ist nicht mehr Trainer vom MSV Duisburg. Das wurde aber auch mal Zeit, finde ich. Die ganze Situation war dermaßen aussichtslos, dass sogar MSV-Boss Walter Hellmich nicht mehr anders konnte, als seinen Angestellten zu feuern. Rudi Bommer, der dank Hellmichs Blödheit einen Vertrag bis 2010 besitzt und nun eine saftige Abfindung kassieren darf. Aber das ist nicht unser Problem!

Wie lange Co-Trainer Heiko Scholz nun das Training leiten darf, hängt davon ab, wie schnell ein Nachfolger für Bommer gefunden wird. Es ist sinnlos, nun irgendwelche Namen arbeitsloser Trainer in den Raum zu werfen und die Pros und Contras derselben zu diskutieren. Es ist sinnlos, macht aber Spaß. Und daher verrate ich meinen ganz persönlichen Tipp: Es wird der Slomka!

Wer auch immer neuer MSV-Trainer wird, werden wir sicher bald erfahren. Viel wichtiger ist aber, dass sich sofort etwas ändert - auf dem Platz und auf den Tribünen. Die tausendfachen “Bommer raus!” Chöre waren leider notwendig, um den Verantwortlichen die Augen zu öffnen. Ab sofort müssen wir Fans aber wieder hinter unserer Mannschaft stehen. Und die Spieler müssen kämpfen, kämpfen, kämpfen! Nur so kann der MSV wiederauferstehen!


Der MSV ist tot

Date 09. November 2008, 16:36 Uhr Autor Jochen Stoephasius

Das war er also: der Tiefpunkt aller Tiefpunkte. Schlimmer wäre es nur noch gewesen, wenn Rot-Weiß Ahlen auf einen Kantersieg aus gewesen wäre. Dann hätten sie uns in die Steinzeit gekickt. Die Mannschaft ist nicht mehr zu retten. Der MSV ist heute gestorben. Das Verhältnis zwischen Spielern, Trainer und Vorstand ist hoffnungslos zerstört. Die sportliche Perspektive deutet nicht auf den Aufstieg, sondern eher auf den Abstieg in die 3. Liga.

Nun wird auch Rudi Bommer endlich seinen Hut nehmen, denn dieses Arbeitsverhältnis hat keine Zukunft mehr. Nach den Hassbekundungen des Publikums kann man nur hoffen, dass kein bekloppter Fan durchdreht und mit Herrn Bommer persönlich reden möchte. Es wäre nicht das erste Mal, dass geisteskranke Anhänger zum Telefonhörer greifen und Sätze aussprechen, für die sich dann hinterher die Staatsanwaltschaft interessiert… Haltet Euch zurück, es geht hier nur um SPORT!

Ich hätte auf mein Gefühl hören müssen und besser nicht ins Stadion gehen sollen. Aber immerhin war ich in meinem Masochismus so konsequent, dass ich den Untergang des sinkenden Schiffes bis zuletzt betrachtet habe. Naja, bis fast zuletzt, denn die letzte Spielminute und das anschließende Pfeifkonzert habe ich mir dann doch nicht angetan. Ab sofort habe ich sonntags jedenfalls wieder mehr Zeit für die schönen Dinge des Lebens. Schade ist es eigentlich nur um das verlorene Geld für die Dauerkarte. Ich hätte es lieber in DVDs umsetzen sollen! ;-)

Zum Schluss habe ich für Euch noch ein kleines Zitat von kicker online:

Pfiffe des Publikums begleiteten die Gastgeber in die Kabine - überhaupt ließ die Unterstützung von den Rängen zu wünschen übrig, vielmehr gab es Missfallenskundgebungen gegen Trainer Bommer.

Der Journalist, der diesen Bockmist geschrieben hat, war mit Sicherheit noch niemals in einem Fußballstadion. Irgendetwas hat der Clown nicht verstanden…


Keine Lust

Date 09. November 2008, 12:21 Uhr Autor Jochen Stoephasius

Es ist 12:20 Uhr. In etwa 15 Minuten fahre ich zur MSV-Arena, um mir technisch hochwertigen Fußball anzuschauen. Der MSV Duisburg spielt gegen Rot-Weiß Ahlen und meine Motivationskurve sinkt allmählich in DAX-ähnliche Tiefen. Warum ich trotzdem hingehe? Ich weiß es nicht. Vielleicht ist es einfach nur die Angst, man könnte etwas verpassen. Schließlich spielt der MSV in jedem dritten bis vierten Spiel erträglichen Fußball und das wäre dann heute ja wieder der Fall. Außerdem möchte ich zu gerne sehen, wie viele Menschen bei der Aktion “Zeig Rudi die rote Karte” mitmachen, die es ja nun wohl statt des Blockboykotts geben wird. Meine Prognose zum Spiel selbst: Wir werden mit 3:1 gewinnen und alles bleibt, wie es ist…